Institut für Vegetationskunde, Ökologie und Raumplanung
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  Startseite › Unsere Projekte › E+E Vorhaben: Renaturierung der Berkel

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben: Renaturierung der Berkel

Darstellung der durchgeführten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und Ergebnisse einer
11-jährigen wissenschaftlichen Begleituntersuchung


Die Ergebnisse wurden vom Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) in der Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt, Heft 45 veröffentlicht: Ursula Brockmann-Scherwaß, Thomas Bücking, Michael-Andreas Fritze, Rolf Heimann, Thomas Hübner, Ralf Krechel, Peter Pavlovic und Rüdiger Scherwaß (2007): Renaturierung der Berkelaue. Ergebnisse eines Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens im Kreis Borken. 254 S. mit CD-Rom und 2 Karten.


Zielsetzung des E und E-Vorhabens war es, auf einem 6,5 km langen Abschnitt der Berkel, einem sandgeprägten Tieflandfluss im Münsterland (NRW), Möglichkeiten für die eigendynamische Entwicklung des Fließgewässers und die natürliche Enwicklung seiner Aue ohne und mit Beeinflussung durch den Menschen zu schaffen. Als Voraussetzung hierfür wurden große Teile der Aue (ca. 140 ha) in öffentliches Eigentum überführt.

Zur Erreichung der Zielsetzung wurde das Gebiet in drei Abschnitte unterteilt: Das westliche Drittel wurde nahezu vollständig der natürlichen (ungelenkten) Sukzession überlassen, um hier die Ausbildung auentypischer Vegetation zu ermöglichen. Im mittleren Teilwurden truppweise Gehölze der potenziellen natürlichen Vegetation als Starthilfe für die Entwicklung von Auenwäldern gepflanzt. Anschließend wurden auch dieser Bereich der Sukzession überlassen. Für das östliche Drittel war die Erhaltung und Entwicklung von auentypischem Extensivgrünland vorgesehen, da die Aue in diesem Bereich aus Gründen des Hochwasserschutzes für die nahe gelegene Ortschaft Stadtlohn offengehalten werden musste. Zum Schutz und zur Eigenentwicklung der Berkel wurde hier ein 5-10 m breiter, ungenutzter Uferstreifen ausgewiesen. Zur Verbesserung der hydrologischen Verhältnisse wurden im westlichen und mittleren Abschnitt des Gebietes bestehende Drainanlagen aufgehoben und Binnenentwässerungsgräben bzw. größere Einmündungsgräben aufgestaut oder verschlossen.

In einer 11-jährigen wissenschaftlichen Begleituntersuchung wurde die Entwicklung von Flora und Vegetation sowie von ausgewählten Tierartengruppen (Vögel, Amphibien, Fische, Libellen, Heuschrecken, Laufkäfer, nachtaktive Großschmetterlinge) im Gebiet untersucht. Nachträglich wurde auch eine zweimalige Kartierung der Gewässerstrukturgüte sowie der Ufergehölze und besonderer Uferstrukturen in das Programm aufgenommen (zu den Ergebnissen).


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